Das Gesundheitsamt Südwestpfalz hält an dem Abkochgebot für Personen mit geschwächtem Immunsystem, Säuglinge und Kinder im betroffenen Gebiet fest. Zum Abtöten möglicher Krankheitserreger muss Trinkwasser einmal kurz kräftig sprudelnd aufgekocht werden, insbesondere für:
• Trinken, Getränkezubereitung (zum Beispiel Eiswürfel)
• Zubereiten von Lebensmitteln
• Waschen von Obst, Gemüse, Salat oder anderen Lebensmitteln
• Medizinische Zwecke (z.B. Wundreinigung, Nasenspülen)
• Zähneputzen
• Geschirrabwasch von Hand
• Trinkwasser für empfindliche Haustiere
Kein Abkochen ist nötig für eine allgemeine Reinigung, die Toilettenspülung, den Geschirrspüler und das Wäschewaschen mit der Waschmaschine. Duschen und Baden sind für gesunde Personen bei intakter Haut unproblematisch, solange das Wasser nicht geschluckt wird. Personen mit offenen Wunden, stark geschwächtem Immunsystem oder invasiven medizinischen Zugängen sollten nicht mit unbehandeltem Leitungswasser duschen oder baden.
Das Gesundheitsamt rät zudem, bis zur vollständigen Beseitigung der Verunreinigung Mineralwasser zum Trinken und zur Zubereitung von Säuglingsnahrung zu verwenden.
Über neue Erkenntnisse sowie über eine Aufhebung des Abkochgebots wird die Kreisverwaltung gesondert informieren.
Bürger können sich bei Fragen an das Gesundheitsamt Südwestpfalz wenden: Telefon 06331 809-402.
Hintergrund:
Im Rahmen einer routinemäßigen Beprobung haben die Stadtwerke Pirmasens in Teilen von Windsberg im Trinkwasser das Bakterium Pseudomonas aeruginosa nachgewiesen. Betroffen ist nach aktuellem Kenntnisstand der obere Bereich des Ortsteils Windsberg. Hierzu zählen die Straßen Am Emmersberg, Am Feld, Am Immenborn, Am Rederwald, Aussiedlerhof, Castellstraße, Emmersweiler Straße, Frühlingstraße, Harzhütterstraße, die Hochwaldstraße bis zur Einmündung der Langenbergstraße sowie die Langenbergstraße und die Römerstraße.
Pseudomonas aeruginosa ist ein Bakterium, das in der Umwelt weit verbreitet ist – zum Beispiel in Wasser, feuchten Bereichen und auf Oberflächen. Bei gesunden Menschen verursacht dieses Bakterium in der Regel keine Beschwerden. Problematisch kann es werden, wenn es in Wunden, in die Harnwege, in die Lunge oder in die Blutbahn gelangt – insbesondere bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder nach Krankenhausaufenthalten.
