Die Jugendleiterschulung und die damit verbundene Jugendleitercard (Juleica) bilden eine besondere Qualifikation im Ehrenamt. Bei der Schulung geht es nicht nur um die sogenannten Soft Skills, die bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gebraucht werden, sondern auch um Rechtsgrundlagen zu Aufsichtspflicht, Jugendschutz und Sexualstrafrecht sowie um Gewalt- und Suchtprävention. Das Angebot richtet sich an Ehrenamtliche, die beispielsweise Jugendgruppen betreuen, bei Ferienfreizeiten mitarbeiten oder Konzerte und Festivals organisieren.
Die Schulung wurde von Kreisjugendpfleger Jens Seegmüller geleitet, welcher den Teilnehmern essenzielle Kompetenzen vermittelt. Mit Engagement bereicherten auch in diesem Jahr vier erfahrene Gastdozenten die Schulung. Die beiden Volljuristen Karolin Kronauer und Philipp Andreas beleuchteten den rechtlichen Inhalt, Markus Carbon als Regionalleiter West der Diakonie übernahm das Thema Suchtprävention. Jan Luman vom Kinderschutzdienst der Caritas vermittelte wichtige Informationen zur Kindeswohlgefährdung, während sich Thea Rohn von Medien RLP (Institut für Medien und Pädagogik) dem Themengebiet Medienkompetenz widmete.
Landrätin Dr. Susanne Ganster unterstrich im Rahmen der Veranstaltung den enormen Stellenwert des Ehrenamts im Landkreis. „Die Jugendarbeit in unseren Feuerwehren ist das Fundament für unsere Sicherheit von morgen. Es ist beeindruckend zu sehen, mit wie viel Herzblut sich junge Menschen hier engagieren“, betonte Ganster und hob hervor, dass eine fundierte Ausbildung wie die Juleica unverzichtbar sei, um die hohen Qualitätsstandards in der Jugendarbeit zu sichern und gleichzeitig den Spaß an der gemeinsamen Sache nicht zu kurz kommen zu lassen.
Die Resonanz der Teilnehmer war durchweg positiv. Der Lehrgang bot nicht nur fachlichen Input, sondern förderte auch den Austausch zwischen den verschiedenen Verbandsgemeinden. Michael Grunder, Teilnehmer der Schulung, fasste den Erfolg der Veranstaltung kurz und bündig für alle Anwesenden zusammen: „Eine Pflichtveranstaltung für jeden, der in der Jugendarbeit tätig ist.“
Mit dem Abschluss dieser Schulung sind die Betreuer nun bestens gewappnet, um die Jugendfeuerwehren im Landkreis Südwestpfalz weiter mit frischem Wind und fundiertem Wissen in die Zukunft zu führen.
Die Kreisverwaltung bietet einmal im Jahr eine Jugendleiterschulung für Ehrenamtliche an, die beispielsweise Jugendgruppen betreuen, bei Ferienfreizeiten mitarbeiten oder Konzerte und Festivals organisieren. Zusätzlich gib es jährlich einen Auffrischungstermin. Dieser ist für Samstag, 24. Oktober, geplant. Interessierte können sich auf der Internetseite lksuedwestpfalz.feripro.de anmelden; dort den Begriff „Juleica“ eingeben.

