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Wirksamer Amphibienschutz im Landkreis Südwestpfalz: 29.000 Tiere gerettet – So viele wie noch nie

Besonders viele Exemplare wurden in diesem Jahr im Bereich Ludwigswinkel (Reißlertal) dokumentiert: rund 7500 Amphibien. Weitere stark genutzte Strecken befinden sich unter anderem bei Spirkelbach und Clausen, in Höhe des Clausensees, bei Contwig, Bärenthal und Heltersberg mit jeweils über 2000 Tieren.

Den größten Anteil machten erneut Erdkröten aus. Daneben wurden auch Frösche und Molche in teils beachtlicher Zahl dokumentiert. Auffällig war das hohe Vorkommen von Molchen an einzelnen Standorten, etwa im Reißlertal bei Ludwigswinkel, bei Heltersberg, Winterbach und Trulben.

Die Zahlen zeigen, dass die jährliche Schutzaktion im Landkreis einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der heimischen Amphibienbestände leistet. Ohne die Schutzzäune und die täglichen Kontrollen entlang der Strecke hätten zahlreiche Tiere wegen des Straßenverkehrs den Weg zu ihren Laichgewässern vermutlich nicht geschafft.

16 Abschnitte mit Amphibienschutzzäunen gab es im gesamten Landkreis. Diese standen über mehrere Wochen und bildeten eine Strecke von rund zwölf Kilometern. Zweimal täglich kontrollierten Ehrenamtliche diese Abschnitte. Dabei packten Rentner ebenso an wie Schüler – ein gutes Beispiel für generationenübergreifenden Umweltschutz. Für sie alle hieß es: Bei Wind und Wetter den Zaun ablaufen, genau hinschauen, die alle paar Meter in den Boden eingelassenen Eimer leeren, die gefundenen Amphibien in einem mitgebrachten Eimer sammeln, sie sicher auf die andere Straßenseite bringen und den Fund dokumentieren.

Die Untere Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung Südwestpfalz bedankt sich ausdrücklich bei allen Ehrenamtlichen, die sich über Wochen hinweg zuverlässig und mit großem Einsatz an der Aktion beteiligt haben. Ihr Engagement ist wesentlich dafür, dass der Amphibienschutz im Landkreis Südwestpfalz so gut funktioniert.

Bereits jetzt steht fest: Auch im kommenden Jahr werden wieder freiwillige Helferinnen und Helfer gebraucht. Anmeldung und weitere Informationen bei der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung Südwestpfalz unter Telefon 06331 809-222 und -682, E-Mail amphibienschutz@lksuedwestpfalz.de.