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Tipps zum Schutz vor Legionellen

Legionellen sind weit verbreitete Bakterien, die Wasser als Lebensraum nutzen. Sie kommen beispielsweise in Warmwasserinstallationen vor und vermehren sich insbesondere dort, wo Wasser längere Zeit steht und Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad Celsius hat. Wird etwa beim Duschen oder im Whirlpool legionellenhaltiger Wassernebel eingeatmet, kann nach zwei bis zehn Tagen eine Legionellose auftreten. Sie kann sich mit grippeähnlichen Beschwerden mit Fieber bis hin zu einer schweren Lungenentzündung (Legionärskrankheit) äußern; in schweren Fällen verläuft die Erkrankung lebensbedrohlich. Die Legionärskrankheit ist meldepflichtig.

 

Viele Ferienunterkünfte – ob an Land oder auf dem Wasser – werden nur saisonal oder unregelmäßig genutzt, sodass Wasser in den dortigen Leitungen tatsächlich längere Zeit stehen kann. Gerade in Hotels oder auf Kreuzfahrtschiffen mit häufig weit verzweigten Trinkwasserinstallationen und zahlreichen Entnahmestellen können sich die Bakterien vermehren. Auch stehendes Wasser in den Rohrleitungen der eigenen Wohnung, wenn man länger weg ist, kann ein Risiko darstellen.

 

So lässt sich das Infektionsrisiko senken

Es helfen einfache Maßnahmen:

  • Sowohl bei der Ankunft in der Ferienunterkunft als auch bei der Rückkehr nach Hause alle Warmwasserhähne und Duschen für einige Minuten aufdrehen, damit frisches heißes Wasser durch die Leitungen fließt. Den Raum währenddessen möglichst verlassen, um den Wassernebel nicht einzuatmen.
  • Vorher die Fenster öffnen.
  • Auch Kaltwasser kurz laufen lassen, um stehendes Wasser auszutauschen.

 

Trinkwasserverordnung regelt Untersuchungspflicht

In Deutschland schreibt die Trinkwasserverordnung die Untersuchungspflicht der Betreiber von Hotels, Gemeinschaftseinrichtungen, gewerblichen Einrichtungen und medizinischen Einrichtungen fest.

 

Weitere Informationen:  

www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/legionellen

www.umweltbundesamt.de/tags/trinkwasserverordnung