Hier ein Überblick:
Die Untere Wasserbehörde und die Untere Naturschutzbehörde kümmern sich um den Schutz von Gewässern, Lebensräumen und natürlichen Wasserressourcen. Der Gesundheits- und Verbraucherschutz überwacht die Trinkwasserqualität, kontrolliert Badeseen und Schwimmbäder und achtet bei der Herstellung von Lebensmitteln darauf, dass Wasser in Trinkwasserqualität verwendet wird. Im Bereich Bauen und Wasserrecht geht es unter anderem um Genehmigungen und Regelungen rund um Gewässernutzungen, Anlagen und Eingriffe in den Wasserhaushalt. Der Brand- und Katastrophenschutz sorgt für Vorsorge und Maßnahmen bei Hochwasser, Starkregen und anderen Gefahrenlagen. Auch das Veterinärwesen hat Wasser im Blick: Bei gehaltenen Tieren muss beispielsweise sichergestellt sein, dass ihnen ausreichend sauberes Wasser zur Verfügung steht. Zu berücksichtigen sind bei alldem zahlreiche gesetzliche Vorgaben – vom EU-Recht bis hin zu nationalen Gesetzen und Regelungen.
Wie gut ist unser Trinkwasser?
Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Es ist für Menschen, Tiere und Pflanzen unverzichtbar und durch nichts zu ersetzen. Sauberes, sicheres Trinkwasser ist das Ergebnis kontinuierlicher Arbeit im Hintergrund. Das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung leistet dazu in der gesamten Südwestpfalz einen wichtigen Beitrag.
Im Landkreis stammt das Trinkwasser zu 100 Prozent aus Grund- und Quellwasser und hat von Natur aus eine sehr gute Qualität. Meist ist lediglich eine schonende Aufbereitung erforderlich, beispielsweise zur Entsäuerung. Moderne UV-Desinfektionsanlagen sorgen zusätzlich für ein Höchstmaß an Sicherheit.
Für Trinkwasser gelten in Deutschland besonders strenge gesetzliche Anforderungen. Es wird regelmäßig von den Wasserversorgern und auch von den Hygienekontrolleuren des Gesundheitsamts der Kreisverwaltung überprüft. Strenge Vorgaben, regelmäßige Kontrollen und moderne Aufbereitung tragen dazu bei, dass Tag für Tag Trinkwasser in hervorragender Qualität zur Verfügung steht.
Wer wissen möchte, ob das Wasser am eigenen Wohnort weich oder hart ist und welche Inhaltsstoffe es enthält, kann die Ergebnisse der Trinkwasseruntersuchungen im rheinland-pfälzischen Trinkwasserinformationssystem einsehen: wasserportal.rlp-umwelt.de/auskunftssysteme/trinkwasserinformationssystem
Saubere Sache: Kontrollen im Wasserwerk
Dass Trinkwasser zuverlässig und sicher aus dem Hahn kommt, ist keineswegs selbstverständlich. Gemeinsam mit den Wasserversorgern machen sich die Hygienekontrolleure des Gesundheitsamts regelmäßig auf den Weg zu Wasserwerken, Wassertürmen und Wasserbehältern in der Südwestpfalz. Dabei wird genau hingeschaut: Wie sehen die Kammern aus? Ist der Zaun rund um die Anlage intakt? Wie steht es um die Dichtungen? Sammelt sich irgendwo Kondenswasser? Und kommen die Wasserversorger ihrer Pflicht nach, dem Gesundheitsamt regelmäßig die Ergebnisse ihrer Wasseranalysen vorzulegen?
Auch private Brunnen – davon gibt es mehr als 100 im Landkreis – nehmen die Hygienekontrolleure regelmäßig in den Blick. So überprüft die Kreisverwaltung, ob die hohen Anforderungen an Hygiene und Trinkwasserqualität erfüllt werden.
Sicher baden: Kontrollen an Seen und in Schwimmbädern
Für viele macht die Abkühlung im Badesee einen warmen Sommertag erst perfekt. Doch auch hier ist die Kreisverwaltung hinter den Kulissen tätig. Für ein möglichst unbeschwertes Bade-Erlebnis kontrolliert das Gesundheitsamt regelmäßig das Wasser der Badeseen. Die Hygienekontrolleure nehmen in regelmäßigen Abständen Wasserproben und prüfen das Wasser auch vor Ort: Ist es trüb? Gibt es viele Algen? Ist sonst etwas auffällig? Die Analysen zeigen, ob die Badewasserqualität den gesetzlichen Anforderungen entspricht.
Der Landkreis Südwestpfalz zählt sechs EU-zertifizierte Badeseen: den Neudahner Weiher in Dahn, den Saarbacher Hammer und den Schöntalweiher in Ludwigswinkel, den Seehof in Erlenbach, den Rohrwoog in Hinterweidenthal sowie den Clausensee in Clausen/Heltersberg. Allen sechs Badeseen bescheinigt die EU eine ausgezeichnete Wasserqualität. Diese wird regelmäßig vor und während der Badesaison von den Gesundheitsämtern der Kreisverwaltungen sowie dem Landesamt für Umwelt überprüft. Detaillierte Ergebnisse sind im rheinland-pfälzischen Badegewässeratlas abrufbar: www.badeseen.rlp.de
Auch in den Schwimmbädern der Südwestpfalz sind die Hygienekontrolleure des Gesundheitsamts regelmäßig unterwegs. Bei einer Kontroll-Tour kommen, inklusive Fahrt nach Landau zum Labor, schnell rund 200 Kilometer an einem Tag zusammen.
Wasser auf Festen: Auch bei Veranstaltungen gelten strenge Regeln
Ob Dorffest, Kerwe, Stadtfest oder Adventsmarkt: Ohne sauberes Wasser läuft bei öffentlichen Veranstaltungen nichts. Die Lebensmittelkontrolleure des Veterinäramts achten darauf, dass rund um das Thema Wasser alles seine Ordnung hat. Welche Wege legt das Wasser zurück, bis es am Verkaufsstand ankommt? Kommt ein gewöhnlicher Gartenschlauch zum Einsatz oder ein Schlauch, in dem das Wasser auch nachher noch Trinkwasserqualität hat? Wo wäscht sich das Personal die Hände? Und mit welchem Wasser werden die Gläser gespült? Neben der Wasserversorgung haben die Lebensmittelkontrolleure der Kreisverwaltung zahlreiche weitere Bereiche im Blick, beispielsweise die Kühlkette und die Lagerung von Lebensmitteln.
Für Veranstalter und Vereine, die in der Südwestpfalz Feste ausrichten, stellt die Kreisverwaltung über das Veterinäramt entsprechende Informationen und Hinweise zur Verfügung:
www.lksuedwestpfalz.de/pdf/abteilungen/veterinaer/merkblatt-feste-und-veranstaltungen.pdf?cid=5k
Wasser marsch: Wasser als Einsatzmittel im Brand- und Katastrophenschutz
Wasser ist nicht nur unser wichtigstes Lebensmittel, sondern auch ein unverzichtbares Einsatzmittel im Brand- und Katastrophenschutz. Es löscht, kühlt und verdünnt. Ob bei der Bekämpfung von Bränden, bei langanhaltender Trockenheit oder im Katastrophenfall: Eine zuverlässige Wasserversorgung ist entscheidend, damit Einsatzkräfte schnell und wirksam helfen können. Damit im Ernstfall ausreichend Löschwasser vorhanden ist, arbeiten Kreisverwaltung, Wasserversorger, Kommunen und Feuerwehren eng zusammen.
Der Landkreis hält für den Brand- und Katastrophenschutz rund um das Thema Wasser umfangreiche Spezialausrüstung bereit. Dazu gehören keineswegs nur Schläuche, sondern auch spezielles Material: etwa ein sich selbst aufstellender mobiler „Pool“, aus dem ein Löschhubschrauber bei einem Waldbrand Wasser tanken kann, oder eine mobile Dekontaminationsdusche.
Wasser kann allerdings nicht nur Helfer, sondern auch Gefahr sein. Für Hochwasser und Starkregen hält der Landkreis deshalb ebenfalls entsprechendes Material vor – von klassischen Sandsäcken über mobile Hochwasserschutzwände bis hin zu Notdächern. Zugleich sind auch die Bürgerinnen und Bürger selbst aufgerufen, sich und ihr Haus gegen Starkregen und Hochwasser zu wappnen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Brand- und Katastrophenschutzes geben hierzu Tipps und Informationen. E-Mail: kats@lksuedwestpfalz.de.
Wasser schützen – Lebensgrundlagen sichern
Ob sauberes Trinkwasser oder intakte Bäche und Flüsse: Wasser ist eine unserer wichtigsten Lebensgrundlagen. Die Untere Wasserbehörde und die Untere Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung tragen dazu bei, dass dies auch künftig so bleibt. Dabei gibt es viele gesetzliche Vorgaben zu beachten. So darf beispielsweise keineswegs überall geangelt werden; für Schutzgebiete gelten besondere Regelungen. Auch auf dem eigenen Grundstück darf nicht ohne Weiteres ein Gartenhaus in unmittelbarer Nähe eines Bachs gebaut werden.
Die Untere Wasserbehörde achtet darauf, dass Gewässer geschützt und nachhaltig genutzt werden. Sie begleitet Bauvorhaben an Gewässern, überwacht wasserrechtliche Vorgaben und setzt sich für den Schutz des Grund- und Oberflächenwassers ein. Die Untere Naturschutzbehörde hat die Natur und die biologische Vielfalt im Blick. Sie schützt Lebensräume entlang von Bächen, Flüssen und Seen und sorgt dafür, dass Tiere und Pflanzen auch künftig gute Bedingungen vorfinden – mit sauberen Gewässern und intakten Uferbereichen.
Ob bei der Umsetzung von Wasser- und Naturschutzrecht, bei der Unterstützung der Amphibienwanderung oder bei Genehmigungen zur Renaturierung von Bächen und Flüssen: Untere Wasserbehörde und Untere Naturschutzbehörde leisten gemeinsam einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Gewässer und zum Schutz der biologischen Vielfalt – heute und für kommende Generationen.
Viele Aufgaben, ein gemeinsames Ziel
Die Beispiele zeigen: Wasser ist eine gemeinsame Aufgabe – innerhalb der Kreisverwaltung Südwestpfalz und darüber hinaus. Viele verschiedene Fachbereiche arbeiten täglich daran, dass die Ressource geschützt wird, sicher zur Verfügung steht und verantwortungsvoll genutzt werden kann.

