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Herbstferien mit Latwerch, Burgen und Wald

Drei ausgebuchte Maßnahmen im Landkreis Südwestpfalz 

Gemeinsames Kochen, Essen und auch Basteln und Bauen vieler nützlicher, schöner Dinge für den Alltag im Wald achte die Maßnahme zum richtig großen Erlebnis für die Teilnehmenden. Natürlich blieb ihnen noch reichlich Zeit, um im Wald vieles zu entdecken oder um zu spielen, malen, werkeln und zu toben.

 

Hellauf begeistert waren Marlon (11), Dejan (10) und Max (12). Die drei Jungs hatten jede Menge Spaß und sind deshalb schon seit mehreren Jahren bei diesen Freizeiten dabei. „Super coole Aktionen mit Frau Hamm und den Rangern. Einfach mal ohne Strom kochen, Holz sammeln, Wasser holen und einfach mal ohne Handy im Wald leben. Das ist ‘ne super Sache“, meinten die Drei unisono.

 

Weiter Abwechslung bot der Abschluss mit einem Tagesausflug in den Wild- und Wanderpark nach Silz. Bei der geführten Wanderung durch den Park erfuhren die Kinder viel über die Tiere. Sie konnten dabei Ziegen, Wildschweine und Dammwild selbst füttern und verfolgten interessiert eine Wolfsfütterung. Beendet wurde der Wanderausflug beim Grillen in der Grillhütte des Parkgeländes.

Und auf dem Spielplatz im Wild- und Wanderpark tobten sich die Kinder nochmal aus. „Eine tolle Freizeit“, beurteilten sie vielstimmig die Maßnahme, welche in Zusammenarbeit mit den Rangern des Forstamtes Hinterweidenthal durchgeführt werden konnte.

 

Burgen waren Attraktion und Anziehungspunkt für die Teilnehmenden einer weiteren Maßnahme. „In kaum einer anderen Region gibt es so viele Burganlagen, wie in der Pfalz“, weiß Kreisjugendpfleger Jens Seegmüller sie mit dem Thema zu fesseln. Jede der alten Befestigungen ist Zeuge längst vergangener Zeiten und hat eine eigene Geschichte. In der Ferienfreizeit und Seminarwoche gingen sie den Fragen nach, welche Funktion eine Burg hatte, wer darin lebte und welche Ereignisse mit den Burgen in Zusammenhang standen. Darüber hinaus tauchten sie ein, in zahlreiche Sagen und Erzählungen. Selbstredend unternahmen die interessierten Kids auch viele Exkursionen, um die alten Anlagen anzuschauen. Auf dem Programm standen beispielsweise die Burgen Neudahn, Diemerstein, die Hadenburg und das Hambacher Schloss. Die komplett ausgebuchte Seminarwoche und von dieser Maßnahme begeisterte Teilnehmende, sind ideale Anlässe für eine zukünftige Neuauflage.

 

Ebenfalls ausgebucht war der Erlebnistag für Kinder, Eltern und Großeltern am 27.10.2022 in Dimbach. Er wurde von Kreisjugendpflegerin Elke Annelie Hamm und Pfarrerin Christine Dietrich von der evangelischen Arbeitsstelle für Bildung und Gesellschaft Kaiserslautern organisiert. Zusätzlich belohnt von strahlend schönem Herbstwetter nahmen zwölf Kinder am Dimbacher Quetsche-Daa im dortigen Dorfgemeinschaftshaus teil. Hauptthemen waren das Kochen von Latwerch nach Omas Rezept, das Herstellen von Butter aus geschüttelter Sahne in Gläsern und das Schleifen und Gestalten eines Vesperbrettchens aus Eschenholz mittels Schleifpapier und Holzbrenner.

Mit tatkräftiger Hilfe der Dimbacher Latwerchexpertinnen Gerlinde und Anneliese rührten die begeisterten TeilnehmerInnen vier Stunden und fortwährend, schmeckten ab und probierten aus dem großen Topf, bevor sie das köstliche Latwerch in Gläser abfüllen konnten. Als weiteres Erlebnis stellten sie selbst Butter her. Dafür schüttelten die Kinder Sahne in Schraubgläsern. „Eine kraftzehrende und anstrengende Art und Weise unter Dauerschütteln Butter herzustellen“, stellte auch Jugendpflegerin Elke Hamm fest, ist sich mit den Teilnehmende aber auch sicher, dass sie dafür auf dem frischen Brot vom Bäckermeister aus Dimbach noch besser schmeckt! Denn nach dem gemeinsamen Herbstlied schlemmten sie, bis Latwerch, Butter und Brot restlos aufgegessen waren. Ein Glas selbstgekochtes Latwerch erinnert jede Familie noch an den Quetsche-Daa. Für dessen Gelingen von der tatkräftigen Hilfe in der Küche, über Spenden von Äpfeln, Honig, Kastanienkuchen, Kaffee, Apfelsaft und Brennholz wollen sich Hamm und Dietrich nochmals herzlich bedanken.