newspapers-444447_960_720.jpg

Projektstart Kreisentwicklung

Naturlandschaft und Innovationsraum – Landkreis zeigt den Zusammenhang bei einer Bereisung auf

Der Landkreis Südwestpfalz erhielt mit einem Zuwendungsbescheid des Landes über 350.000 Euro die Förderzusage um das KEK und den Zukunfts-Check Dorf zu erarbeiten und umzusetzen. Der Projekt- und Finanzierungsplan umfasst Aufwendungen in Höhe von 500.000 Euro. Beim Landkreis verbleibt ein Eigenanteil von 150.000 Euro. Die Projekte KEK und Zukunfts-Check Dorf sind auf einen Zeitraum von drei Jahren ausgelegt.

„Ziel des Kreisentwicklungskonzepts ist es, durch nachhaltige und abgestimmte Nutzung aller Ressourcen den Landkreis als Ganzes weiter voranzubringen“, unterstreicht Landrätin Dr. Susanne Ganster das notwendige Zusammenwirken, um unter den gegebenen finanziellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die Region als Standort weiterzuentwickeln. „In der Südwestpfalz verbinden wir das, was uns landschaftlich prägt, mit den Ideen, die wir vor Ort gemeinsam mit den Unternehmen hier entwickeln“, ist es Dr. Ganster sehr wichtig, die Verbindung von Lebensqualität und Arbeits- und Entwicklungsperspektiven in der Region herzustellen.

„Der Landkreis Südwestpfalz ist gut aufgestellt. Und dennoch treiben mich jeden Tag viele Fragen um, wie wir in Zukunft noch besser werden können“, sieht die Landrätin ein visionäres Kreisentwicklungskonzept als Schlüssel zu einer positiven Weiterentwicklung. Diese zukünftigen Herausforderungen werden im Landkreis jetzt aktiv im KEK angegangen.

Darin wird der Grundstein für eine langfristige Sicherung und Weiterentwicklung der Lebens- und Wirtschaftsaktivitäten in der Südwestpfalz gelegt. Besonders die Folgen des demografischen Wandels, der alternden und schrumpfenden Gesellschaft, des Strukturwandels sowie sich wandelnder gesellschaftlicher Anforderungen und Verhaltensweisen erfordern sowohl eine strukturierte Vorgehensweise wie auch weitsichtige Planung auf Kreisebene.

Die rückgängige finanzielle Leistungsfähigkeit der öffentlichen Hand wird es künftig noch mehr erfordern, mit solchen Konzepten alle lokalen Akteure zu aktivieren und insbesondere private Initiativen noch mehr einzubinden. Mit einem Dorf-Check, der einen Baustein des Kreisentwicklungskonzepts darstellt und die Ortsgemeinden und deren Bürgerinnen und Bürger in den Prozess miteinbindet, sollen die Dörfer dabei als attraktive Wohn-, Lebens- und Arbeitsstandorte entwickelt werden. Das Mitwirken und Engagement der Einwohnerinnen und Einwohner spielt hierbei als eine bedeutsame Säule der zukünftigen Entwicklung eine wichtige Rolle.

Ehrenamt kann offensichtlich ganz viel bewirken. Dem Referatsleiter Kommunalentwicklung, Robert Freisberg und seiner Mitarbeiterin Franziska Kulicke aus dem Innenministerium sowie Volker Bulitta, Geschäftsführer des gleichnamigen Beratungsbüros, und seinem Mitarbeiter Markus Gietzen, praktisch veranschaulicht hat dies die Landrätin mit einer kleinen Delegation der Bauabteilung und der Wirtschaftsförderung bei einer zweitägigen Bereisung des Kreises.

Die Gäste aus dem Mainzer Ministerium des Innern und für Sport und dem Trierer Büro nahmen viele Eindrücke sehr unterschiedlich geprägter Landschaftsstrukturen mit: neben Agrarflächen, dem mit 63 Prozent der Fläche des Landkreises dominierenden Wald insbesondere die touristischen Highlights, die als thematische Klammer fast alle Verbandsgemeinden verbinden. Das Dahner Felsenland agiert dabei bereits sehr ausgeprägt und erfolgreich - darf sogar als Touristischer Leuchtturm gelten. Insbesondere zwei der drei 4 ½ Sterne Superior Hotels im Landkreis sind in Dahn auch Motor für eine weitere positive Entwicklung. Andernorts sind es aufstrebende innovative Unternehmen mit verschiedenen Schwerpunkten, wovon sich viele als familiengeführte klein- und mittelständische Unternehmen charakterisieren lassen. Einige sind über die Grenzen hinaus aktiv und behaupten sich, manche auf dem Weltmarkt, erfolgreich in marktführender Stellung. Alles zusammen macht die gute Mischung der Südwestpfalz aus. Mehr als zwanzig Stationen aus Wirtschaft, Tourismus und dem Bereich bürgerschaftlichen Engagements standen in zwei Tagen auf dem Programm.

Nach diesen Eindrücken kann als erste Botschaft daraus an die Landrätin, die Verwaltung und auch die Bürger gerichtet werden, die Südwestpfalz neu zu sehen und zu lernen, wie entwicklungsfähig der Landkreis Südwestpfalz ist und welches Potenzial in seiner Natur- und Kulturlandschaft liegt. Es bieten sich bereits jetzt gute Zukunftschancen, auch für junge Generationen, um sich in dieser Region eine Heimat aufzubauen und sie aktiv zu gestalten.

Das Kreisentwicklungskonzept soll nun die Impulse aufnehmen und Visionen an den Start bringen, um die Ortsgemeinden im Kreis weiter lebendig und fit für die Zukunft machen. Dafür gilt es touristische Strukturen und Freizeitaktivitäten weiter auszubauen. Mit den bis zuletzt weiterentwickelten Schulstandorten und der durch den Breitbandausbau sehr guten Infrastruktur sind bereits wichtige Voraussetzungen gerade für den Kreis als Wirtschaftsstandort geschaffen und können weiter vorgetrieben werden, um zur Zukunftsfähigkeit beizutragen.