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Andreas Hella: Kunst löst (auch) auf

Nicht im herkömmlichen Sinne schön 

Der Besucher erlebt so in wenigen Schritten die Faszination des sich rasch verändernden Motivs, den Zauber der Kreativität.

Hella ist vielseitig und spontan; den Besucher erwartet Einiges. Der Künstler begreift seine Arbeit als Mittel des Lösens, zur Lösung, zur Loslösung… mit Buntstift, Kreide, Grafit in variierenden Erscheinungsformen. Klein-und großformatig umgesetzt untersucht und hinterfragt er; mit oftmals sozialkritischem Hintergrund bearbeitet er Themenkomplexe und Zustände, die ihn stören, aufwühlen, ärgern… ihm aber auch gefallen.

Wie fühle ich mich selbst bei der Betrachtung meiner Außenwelt? Wie gliedern sich Zustände und welche Kleinigkeiten setzen das Gesamtbild zusammen? Was passiert, wenn künstlerisch-handwerkliche Fähigkeiten zu deren Darstellung eingesetzt werden? Kann die Art und Weise der Betrachtung eines Zustandes zur Loslösung von der herkömmlichen Herangehensweise beitragen? Dies sind Fragen, die in den Zeichnungen in teils akribischer Arbeitsweise auf Papier und Karton geklärt werden sollen.

Das Schwarz-weiß des eingesetzten Grafits soll hierbei den dokumentarischen Charakter bearbeiteter Blickwinkel unterstützen. Lediglich wenige Farben werden zur Unterstreichung einer Stimmung- beispielsweise Kaffee als warme Tönung- eingesetzt. Ein Aufgliedern der Stofflichkeiten in kleinste, bis ins Fantastische hingleitende Details beflügelt ein losgelöstes Sehen und ergänzt so neue, bisher nicht gedachte oder empfundene Zusammenhänge.

Nicht im herkömmlichen Sinne schön sollen die Bilderwelten Hellas sein. Das Aufzeigen immer wieder neu zu entdeckender Kleinstareale kann die Möglichkeit eröffnen, erstaunt vor etwas noch nicht Gesehenem zu stehen und abgelöst das „kenne ich bereits“ hinter sich zu lassen.

Künstlerische Arbeit- auch diese- wird Probleme niemals auflösen können, doch kann sie zur erweiterten Herangehensweise und Betrachtung beitragen. Materialien wie Epoxid, Blattgold und Acrylfarben stellen die Gegen- und Mitspieler von Bleistift und Grafitpulver.

Teilweise getrieben bis ins Abstrakte öffnen sich neue Inhalte, die der Eigeninterpretation des Betrachters übereignet werden, lediglich versehen mit dem Bildtitel als Pfad, auf dem er sich bewegen kann, jedoch nicht zwingend muss.

Die Ausstellung dauert vom 26.05. bis 23.06.2019. Die Kreisgalerie ist in dieser Zeit täglich von 15 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.

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