Ein Gespräch mit den Künstlerinnen im Rahmen der Vernissage eröffnet die neue Ausstellung am Sonntag, 12. April, um 11 Uhr. Das Duo beantwortet dem interessierten Publikum gerne Fragen. Christine Kupperroth-Thomas und Christoph Heber (Kreismusikschule Südwestpfalz) an Saxophon und Piano umrahmen die Vernissage.
Susanne Wadles Kunstwerke treten auf wie Alltagsobjekte – scheinbar vertraut. Als Ausgangsmaterial nutzt sie Fundstücke: Mobiliar und Fragmentarisches, das in die Bildsprache der Künstlerin einfließt. Durch gezielte Veränderungen entrückt sie die Dinge dem Kontext unserer Welt. Sie verfremdet sie. Vertrautes wirkt rätselhaft-amüsant: Puppenbeine etwa dienen in überdimensionalen Blumen den Blütenblättern als Tentakel. Susanne Wadles Objekte sind Synthesen des scheinbar Unvereinbaren.
Auch Corine Kleck findet ihre Quelle in der Erfahrung des Alltäglichen. Dieses wird neu interpretiert, verfremdet und verwandelt. Ihre Werke verbinden Häuslichkeit und Kunst, Trivialität und Kostbarkeit, Widerstand und Zerbrechlichkeit, Schwere und Leichtigkeit. Sie erscheinen als zeitgenössische Formen der Vanitas, die uns an die Fragilität und Vergänglichkeit allen Lebens erinnern. Sie erforscht die Sprache der Materialien. Wie in einer fantastischen Erzählung lässt sie hybride Formen entstehen.
Susanne Wadle wurde 1966 in Landau/Pfalz geboren, wo sie auch Abitur gemacht hat. Sie studierte von 1986 bis 1994 Bildende Kunst und Geografie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, wo sie das Erstes Staatsexamen mit Auszeichnung im Fach Bildende Kunst ablegte. 1992 erwarb sie an der École des Beaux Arts im französischen Dijon das Diplôme National Supérieur d’Expression Plastique. Es folgte ein Studium der Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe bei Harald Klingelhöller. Von 1996 bis 2005 war sie dort Meisterschülerin. Sie lebt und arbeitet heute in Landau und hat seit 1999 ihre Werke bei zahlreiche Ausstellungen präsentiert.
Die bildende Künstlerin Corine Kleck wurde 1963 im Elsass geboren, wo sie lebt und arbeitet. 1992 erwarb sie einen Bachelorabschluss in Bildender Kunst an der Universität für Geisteswissenschaften Straßburg. 1994 erhielt sie das Diplom der École des Arts Décoratifs in Straßburg im Bereich Objektkunst, ausgezeichnet mit den Glückwünschen der Jury. 1994 und 1995 war sie Meisterschülerin an der Fakultät für Bildende Kunst in Straßburg. Seit 1993 stellt sie ihre Werke auf beiden Seiten des Rheins aus.

