2025 bereiteten die Verkehrssicherheitsberaterinnen des Landkreises – das sind Polizeihauptkommissarin Tanja Huber und Polizeioberkommissarin Sinah Behne – 621 Vorschulkinder aus 54 Kindertagesstätten im Landkreis auf die Teilnahme am Straßenverkehr vor. „Die Kinder lernen dabei das sichere Überqueren der Fahrbahn und die ersten Verhaltensregeln im Straßenverkehr“, erläutert Landrätin Susanne Dr. Ganster. Welche Notrufnummern gibt es und was muss ich bei einem Notruf sagen? Warum ist ein Fahrradhelm wichtig? Wie fahre ich sicher im Auto mit? Was zeigt welche Ampel an? Auch das lernen die Vorschüler.
45 Vorschulkinder aus den Kindergärten Dellfeld, Lemberg und Bottenbach erlebten zudem einen tollen Vormittag bei der Polizei in Pirmasens: Sie durften die Dienststelle besuchen, die Diensthundestaffel kennenlernen und Zellen, Leitstelle und Fahrzeuge erkunden. Beim Ferienprogramm der Gemeinde Münchweiler besuchten 25 Kinder die Polizei.
Ein weiterer Schwerpunkt der Jugendverkehrsschule ist die Verkehrserziehung an Grundschulen. 500 Kinder aus 42 Klassen an 24 Grundschulen im Landkreis durchliefen 2025 die Fußgängerausbildung mit den Verkehrssicherheitsberaterinnen Tanja Huber und Sinah Behne. Die Kinder lernten dabei unter anderem, wie sie sicher zu Fuß in die Schule kommen und worauf sie – nicht nur auf dem Schulweg – im Straßenverkehr achten müssen. Das ist unter anderem deshalb sinnvoll, da Kinder Entfernung und Tempo von Fahrzeugen nur schwer einschätzen können.
An 26 Grundschulen im Landkreis nahmen im vergangenen Jahr zudem 728 Kinder aus 44 Klassen an der Fahrradausbildung der Jugendverkehrsschule teil. 708 konnten anschließend ihren Fahrradführerschein in Empfang nehmen. „Mehr als 481 Elternteile wurden zudem bei Elternabenden sensibilisiert und zeigten starkes Interesse an den Gesprächsrunden“, sieht die Landrätin viele Eltern ermutigt und gestärkt, ihre radfahrenden Kinder beim Einstieg in den Straßenverkehr zu unterstützen. Sie frischten bei den insgesamt 26 Elternabenden zudem ihr eigenes Wissen auf.
Auch im vergangenen Jahr wandte sich die Jugendverkehrsschule an weiterführenden Schulen an die Zielgruppe der jungen Fahrer. So befassten sich 223 Schüler an der Berufsbildenden Schule in Rodalben mit dem Thema „Verkehrsunfälle und ihre Folgen“, bei dem es auch um Alkohol, Drogen und Handy am Steuer ging.
Die Verkehrssicherheitsberaterinnen beteiligten sich 2025 zudem an den Pirmasenser Verkehrssicherheitstagen, zu denen 450 Schüler kamen.
29 Schüler ließen sich 2025 von den Verkehrssicherheitsberaterinnen zu Schülerlotsen beziehungsweise Schulbuslotsen ausbilden.
Auch im vergangenen Jahr war die Jugendverkehrsschule wieder im deutsch-französischen Kindergarten in Liederschiedt in Sachen Verkehrserziehung im Einsatz. Der Kindergarten wird von deutschen und französischen Kindern besucht. Das Angebot trägt zur guten Zusammenarbeit zwischen der deutschen Polizei und der französischen Gendarmerie im Grenzgebiet bei. Zudem sind die französischen Eltern sehr an dieser Ausbildung rund um den Straßenverkehr interessiert, die in Frankreich nicht angeboten wird.
Die Jugendverkehrsschule bot darüber hinaus im vergangenen Jahr beim Ferienprogramm der Stadt Pirmasens, an dem auch Kinder aus dem Landkreis teilnahmen, einen Geschicklichkeitsparcours für junge Radfahrer an.

