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Offenhaltungsmaßnahmen in der Gemarkung Eppenbrunn


Vollzug des Bundes- und Landesnaturschutzgesetzes (BNatSchG u. LNatSchG)

Duldung von Offenhaltungsmaßnahmen in der Gemarkung Eppenbrunn

I. Verfügender Teil

Die Kreisverwaltung Südwestpfalz als untere Naturschutzbehörde erlässt gemäß den §§ 1,
3 Abs. 2 und 65 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) i.V. m. § 33 des Landesnaturschutzgesetzes (LNatSchG) in der jeweils gültigen Fassung folgende

Duldungsanordnung:

Die Grundstückseigentümer bzw. Nutzungsberechtigten folgender Grundstücke:

Gemarkung: Eppenbrunn

Gewannen: „Georgenweiher“ und „Wüstwiesen“

Flurstück-Nrn:          2456/1 bis 2500/2

haben zu dulden, dass auf ihren o.a. Grundstücken Offenhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden.

Die o.g. Grundstücke werden im Auftrag des Landkreises Südwestpfalz in Zusammenarbeit mit dem Biosphärenreservat „Pfälzerwald und Nordvogesen“ im Oktober 2019 gemulcht.

Ab Mai 2020 wird die Fläche mit Rindern beweidet, die Beweidung wird spätestens im Oktober eingestellt. Ab 2021 wird die Beweidung jeweils im genannten Zeitraum durchgeführt..

Die Nutzung wird bis zum Jahr 2029 festgesetzt.

II.

Begründung:

Die genannten Grundstücke sind infolge der langjährigen Brachesituation zum Teil durch Gehölzaufkommen bedeckt. Diese beeinträchtigen das Landschaftsbild nachhaltig, verursachen einen Verlust der ökologischen Vielfalt und sind als nachteilige Beeinträchtigung des Naturhaushalts zu werten.

Um dieser Entwicklung entgegenzutreten, sollen auf o. g. brachliegenden Grundstücken im Auftrag des Landkreises Südwestpfalz ab Oktober 2019 Offenhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden. Um die Gehölzaufkommen zu reduzieren, werden die Grundstücke gemulcht. Ab Mai 2020 wird die Fläche mit Rindern beweidet. Die Beweidung wird jeweils von Mai bis Oktober durchgeführt.

Gemäß § 65 Abs. 1 BNatSchG i.V.m. § 33 Abs. 1 LNatSchG haben Eigentümer und Nutzungsberechtigte der Grundstücke landespflegerische Maßnahmen zu dulden, wenn der Naturhaushalt und das Landschaftsbild durch Unterlassung einer ordnungsgemäßen und nachhaltigen Pflege eines nutzbaren Grundstücks erheblich beeinträchtigt und dem nur durch eine fortlaufende Pflege entgegengewirkt werden kann.

III.

Rechtsbehelfsbelehrung:

Gegen diesen Bescheid kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch erhoben werden. Der Widerspruch kann

1.    schriftlich oder zur Niederschrift bei der Kreisverwaltung Südwestpfalz, Unterer Sommerwaldweg 40-42, 66953 Pirmasens, oder

2.    durch E-Mail mit qualifizierter elektronischer Signatur1 an lksuedwestpfalz@poststelle.rlp.de unter Beachtung der besonderen technischen Rahmenbedingungen, die im Internet unter www.lksuedwestpfalz.de unter Impressum aufgeführt sind,

erhoben werden.

 

Pirmasens, den  13.08.2019

Kreisverwaltung Südwestpfalz

I.V. Leiner, Leitender Regierungsdirektor

 

Anlage:

 

Fußnote:

1 vgl. Artikel 3 Nr. 12 der Verordnung (EU) Nr. 910/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Juli 2014 über elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste für elektronische Transaktionen im Binnenmarkt und zur Aufhebung der Richtlinie 1999/93/EG (ABl. EUR Nr. L 257 S. 73)

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